Histonetica_Schriftzug
Entstehung, Struktur und Ausrichtung des Projekts

Entstehung & Entwicklung

HISTONETICA ist im Kontext eines Dissertationsprojekts entstanden und hat sich daraus als eigenständiger methodischer und infrastruktureller Forschungsansatz weiterentwickelt. Während die Dissertation HISTONETICA als Forschungsumgebung nutzt, ist das Projekt selbst nicht auf ein einzelnes Qualifikationsvorhaben beschränkt, sondern als langfristige, kooperative Forschungsinfrastruktur angelegt.

Ausgangspunkt war die Frage, wie historische Quellen systematisch in ihren relationalen Zusammenhängen erschlossen werden können. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass historische Dokumente nicht isoliert existieren, sondern in Beziehungen zu Akteur:innen, Institutionen, Orten und Begriffen stehen. Diese Beziehungsstrukturen rekonstruierbar und analytisch nutzbar zu machen, bildet die methodische Grundlage von HISTONETICA.

Seit 2025 wird dieser Ansatz schrittweise in eine funktionierende digitale Umgebung überführt. Aus konzeptionellen und theoretischen Überlegungen entstand eine Forschungsinfrastruktur, die Archiv, Labor und Erkenntnisraum miteinander verbindet und in laufenden Forschungsarbeiten produktiv eingesetzt wird.

Mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins HISTONETICA – Institute for Digital Relational Historical Network Research wurde das institutionelle Fundament für die langfristige Weiterentwicklung gelegt. Die Infrastruktur wird seither gezielt für kooperative und institutionenübergreifende Forschung geöffnet.

Forschungslabor

Das Forschungslabor ist der operative Forschungsbereich von HISTONETICA. Hier wird der etablierte methodische Ansatz in konkreten Forschungsprojekten angewendet, geprüft und weiterentwickelt. Das Labor verbindet konzeptuelle Arbeit mit empirischer Analyse und verankert den methodischen Ansatz in der Forschungspraxis.

Wissensarchiv

Als digitales Wissensarchiv werden historische Quellen systematisch erschlossen, annotiert und langfristig verfügbar gemacht. Das Archiv dient als Grundlage für Analyse, Vergleich und wissenschaftliche Weiterverwendung.

Software-Hub

Der Software-Hub umfasst eine modulare digitale Umgebung zur Unterstützung historischer Forschung. Die eingesetzten Werkzeuge verbinden Erfassung, Analyse und Organisation von Quellen innerhalb einer gemeinsamen Infrastruktur.

Das Team hinter Histonetica

HISTONETICA wird von einem interdisziplinären Zweierteam getragen, das wissenschaftliche Reflexion und technische Umsetzung eng miteinander verbindet. In der gemeinsamen Arbeit entstehen konzeptionelle, wissenschaftliche und infrastrukturelle Strukturen, die sich wechselseitig ergänzen und das Institut als Ganzes tragen.

Karina Hobek ORCID iD

Promovierende Historikerin und wissenschaftliche Leiterin von HISTONETICA. Sie entwickelt und verantwortet die wissenschaftliche Ausarbeitung des Forschungsansatzes sowie die inhaltliche Ausrichtung und wissenschaftliche Positionierung des Instituts. In ihrer Forschung arbeitet sie an der Schnittstelle von Geschichte, Wissenszirkulation und digitaler Methodik und vertieft das theoretische Fundament der Forschungsarbeit von HISTONETICA.

Dominik Hobek ORCID iD

Konzeptioneller Systemarchitekt und Entwickler von HISTONETICA. Er hat den konzeptionellen Rahmen, die methodische Gesamtlogik sowie die digitale Architektur definiert, die nicht nur technische Infrastruktur, sondern integraler Bestandteil des Forschungsansatzes sind. Seine Arbeit verankert theoretische Konzepte in strukturellen Modellen und digitalen Systemen und prägt damit die Art und Weise, wie historische Zusammenhänge analysiert und erforscht werden.